UBS erreicht wieder altes Gewinnniveau

Dietmar Schreier

Starker Aktienhandel sorgt für kräftigen Gewinnsprung

Die Schweizer Großbank UBS hat im zweiten Quartal ein deutlich besseres Ergebnis erzielt als erwartet. Drei Jahre nach der Übernahme der Credit Suisse nähert sich das Institut wieder dem Gewinnniveau aus der Zeit vor dem historischen Zusammenschluss. Vor allem das starke Geschäft im Aktienhandel sorgte für einen kräftigen Schub.

Gewinn steigt um 64 Prozent

Der Vorsteuergewinn der UBS erhöhte sich im zweiten Quartal auf 3,59 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 64 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig übertraf das Ergebnis die Prognosen der Analysten.

Konzernchef Sergio Ermotti erklärte, die Bank stehe kurz davor, wieder die Profitabilität zu erreichen, die sie vor der Übernahme der Credit Suisse erzielt habe. Obwohl das Geschäftsjahr noch nicht beendet sei, liege dieses Ziel inzwischen in Reichweite.

Milliardenschwere Einsparungen

Seit dem Abschluss der Übernahme im Juni 2022 hat die Bank nach eigenen Angaben 12,6 Milliarden US-Dollar an Kosten eingespart. Gleichzeitig wurden umfangreiche Umstrukturierungen umgesetzt.

Ein wichtiger Bestandteil des Sparkurses war der Personalabbau. Mehr als 20.000 Arbeitsplätze wurden bereits gestrichen. Die Zahl der Beschäftigten sank zuletzt auf 99.085 und liegt damit erstmals seit der Fusion wieder unter 100.000 Mitarbeitern.

Weitere Stellenstreichungen erwartet

Experten rechnen damit, dass die Integration der Credit Suisse noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Deshalb könnten in den kommenden Monaten weitere Arbeitsplätze wegfallen. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass die UBS den Zusammenschluss zunehmend erfolgreich verarbeitet und wieder an frühere Erfolge anknüpfen kann.